Maxx der Woche: Mel Rodriguez

Mel_RodriguezMel Rodriguez ist bei Fernsehzuschauern als der witzige Typ bekannt, an dessen Namen man sich irgendwie nie erinnern kann. Der typische Nebencharakter eben. Doch in dem unscheinbaren Schauspieler steckt ein großes Talent. Mel Rodriguez wuchs in Miami als Sohn kubanischer Einwanderer auf. Seine Jugend verbrachte er in einem armen Viertel, das von Kriminalität und Drogen geprägt war. Eine ganze Weile lang stand Mels Leben Spitz auf Knopf, denn kleinere Delikte und Erfahrungen mit Drogen brachten ihn langsam aber sicher auf die schiefe Bahn. Schließlich war es die Schauspielerei, die ihn rettete.

In der Schule stand er zum ersten Mal auf der Bühne und eine Lehrerin brachte ihn schließlich auf den richtigen Weg: Sie meldete ihn für  das pädagogische Theaterprojekt „The Inner Circle“ an, bei dem sich alles um Aids Aufklärung drehte. Mit der Crew von The Inner Circle reiste Rodriguez für mehrere Wochen durch ganz Amerika und trat in Schulen, Gefängnissen und Gemeindehäusern auf. Er erkannte, dass sein Talent im Theaterspielen lag und dass er das für den Rest seines Lebens tun wollte.

Comedy als Ventil

Für den kräftigen Schauspieler war vor allem Comedy immer ein Ventil. Wenn Leute über dich lachen, schlagen sie dir wenigstens nicht ins Gesicht, war lange Zeit seine Devise. Er, der in einer gefährlichen Gegend aufwuchs, musste Strategien entwickeln, Konflikte zu entschärfen. Komik war so eine Strategie. Dass sie ihn eines Tages zu einem beliebten Fernsehstar machen würde, konnte er damals freilich nicht ahnen.

Heute ist Mel Rodriguez vor allem bekannt für seine Rolle in der HBO Serie Getting On, wo er einen Krankenpfleger spielt. In diesem Jahr kommt seine neue Serie ins Amerikanische Fernsehen: Künftig wird er in der Serie Last Man On Earth zu sehen sein.

Foto: Richard Sandoval via Wikipedia